Kaninchenaufzucht

So traurig es manchmal auch ist, aber manchmal kann es passieren, das eine Häsin ihre Jungen nicht versorgen kann, das passiert schon mal, aber man kann manchen Problemen vorbeugen, ich möchte hier dem größten Problem ein paar Lösungen widmen.

Das größte Problem wie ich finde ist, wenn die Milchdrüsen einer Häsin nicht in der Lage sind, genügend Milch zu produzieren, das kann bei der ersten Schwangerschaft schon einmal passieren. Ursachen kann es viele geben, meistens jedoch, liegt es daran, dass während der Tragzeit Kräuter gefüttert werden, die die Milchproduktion beeinflussen.

Diese Kräuter sind wärend der gesamten Trag- und Stillzeit tabu:

Hirtentäschelkraut: Wirkt wehenfördernd.

Liebstöckel: Wirkt verdauungsfördernd und wehenfördernd.

Petersilie: Wirkt harntreibend, appetitanregend, krampflösend und wehenfördernd.

Schafgarbe: Wirkt entkrampfend, appetitanregend, durchfallhemmend, verdauungsfördernd und wehenfördernd.

Wegen der wehenfördenden Wirkung sollten diese Kräuter nicht an trächtige Tiere verfüttert werden, dies kann sonst zu Fehlgeburten führen oder auch zu einer Frühgeburt.

Minze/Pfefferminze: Wirkt appetitanregend, keimtötend, verdauungsfördernd, krampflösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend, schleimlösend, desinfizierend, durblutungsfördernd und abstillend.

Salbei: Wirkt entzündungshemmend, desinfizierend, durchfallhemmend, keimtötend, verdauungsfördernd und abstillend.

Durch die abstillende Wirkung wird bei diesen Kräutern die Milchproduktion verringert, also Vorsicht, sonst muss beigefüttert werden.

Gut sind hingegen Himbeerblätter,  diese müssen dann aber schon während der Tragzeit gegeben werden, damit es auch wirkt. Himbeerblätter unterstützen die Gebärmutter und stärken sie.

 

Wenn es jedoch gar nichts hilft, muss man dann selber eingreifen, beim Tierarzt bekommt man Aufzuchtmilch für Tiere, es sollte keine pure Kuhmilch gefüttert werden, da der Eiweiß- Fettgehalt nicht ausreicht und der Milchzuckergehalt viel zu hoch ist.

 

Kaninchenmilch im Vergleich zur Kuhmilch

 
  Kaninchen-milch Kuhmilch
Wasser 67,8% 87,6%
Trockensubstrat 32,2% 12,4%
Fett 16% 3,4%

Gsamtanteil, davon  Kasein                                   Albumin, Globulin

12,0%               9,2%            2,8%

3,0%3,5%0,5%

Milchzucker 2,0% 4,6%

Salze (Mineralstoffe, Spurenelemente)

2,2%

 

 

0,8%

 

                                                                                                                      

Man kann aber auch selber einen Milchersatz für Kaninchen erstellen.

Kaninchenmilchersatz
700 g Kuhmilch
  50 g Eigelb

150 g Sahne mit 30%

          Fett

  50 g Sonnenblumenöl
  20 g Vitamin-Mineralstoff-          mischung
etwas Vitamin C

1)

1) Quelle: Buch Zwergkaninchen Fritz Dietrich Altmann Ulmer Verlag Seite 87


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