über die Zucht

Als Züchter bezeichnen sich viele, aber ich glaube das mindestens ein viertel von denen schwarze Schafe sind, bei denen sich die Tiere unkontrolliert vermehren.

Aber einem richtiger Züchter, dem liegt was an den Tieren, er hegt und pflegt seine Schützlinge und überlegt ganz genau welche seiner Tiere er miteinander „vermählt“, um es etwas schöner klingen zu lassen.
 

Aber in erster Linie sollte man sich genau überlegen, ob man wirklich züchten will, und ob es nötig ist, es ist zwar schön, aber eben auch mit sehr viel Arbeit und Kosten verbunden, aber eben auch mit Verlusten.

Kann ich damit umgehen, das ein Tier stirbt oder ein Junges gar schon tot zur Welt kommt?

 

Wenn es denn so ist, sollte einiges beachtet werden:

  1. Sind die Tiere einwandfrei, oder ist in der Linie vielleicht eine Fehl- bzw. eine Missbildung bekannt.
  2. Passen die Tiere vom Typ her zusammen, vor allen von der Rassengruppierung her, sollte es passen um Fehlbildungen auszuschließen.
  3. Auch muss ich mir darüber im klaren sein, das ich mit einer Zucht in erster Linie kein Geld verdiene, es ist also keine Einnahmequelle. Bestenfalls hat man ein Geschäft von +/- 0.
  4. Bestenfalls macht man nochmal  einen Ausflug in den Biologieunterricht in Sachen Vererbung.

Ein guter Züchter kennt seine Tiere, wie sie charakterlich sind z.B. Er befasst sich jeden Tag mit den Tieren und nicht nur mit der Stallpflege, ein bisschen sauber machen und das war es erstmal.

Bei einer Zucht, wie ich sie kennen gelernt habe, sind die Tiere in Boxen untergebracht, die Tiere werden zwar einzeln gehalten, das heißt 1 Tier pro Box, aber es ist auch bewiesen, das Kaninchen nicht immer zusammen einen Käfig teilen müssen um sich wohl zu fühlen, manchmal reich schon die bloße Anwesenheit eines Artgenossen im gleichen Raum und das Kaninchen weiß das es nicht alleine ist. Diese Haltungsform ist oft wärend der Zuchtperiode zusehen.

Schöner, gerade auch für die Tiere ist eine Haltung in Gruppen, vorallem wenn nicht die Absicht des züchtens besteht.

Beim decken, wird die Kaninchendame zum Bock gesetzt. Sie kommt in sein Revier und ist gegenüber dem Bock meist unterwürfig und lässt sich ohne Probleme von ihm decken. Anders herum könnte es zu Rangkämpfen kommen.
 

War der Deckakt erfolgreich, sollte die Kaninchendame kurz darauf wieder vom Bock getrennt werden, denn schon nach ein paar Tagen zeigt sich an dem Verhalten der Kaninchendame ob es geklappt hat oder nicht.

Auch ist es riskant, den Bock dauerhaft bei der Häsin zu lassen, da eine Gefahr der Doppelbelegung besteht, oder aber auch die Häsin schon nach der Geburt der Jungen schon wieder aufnahebereit ist.

Bei vielen Weibchen verändert sich das Verhalten ins gegensätzliche, ein scheues Weibchen kann auf einmal zutraulich werden und die Nähe zum Menschen suchen, und umgekehrt.

Man sollte das Tier immer so nehmen wie es ist, so schwer es auch ist. Es meint es nicht böse, wenn es mal zwickt, auch wenn das zwicken etwas stärker ausfällt. Das Tier merkt, das sich der Körper verändert, jegliches hantieren am Käfig ist Stress. Die gute Dame kann schließlich nicht sagen, „hey jetzt lass mich doch in Ruhe.“

Bei manchen legt sich das, bei anderen bleibt dieses Verhalten, bis die Jungen flügge werden. Als Züchter muss man nicht nur tierlieb sein, sondern auch sehr viel Geduld haben.

Während der Tragzeit, braucht es sehr viel Energie, das heißt auch das es mehr frisst, also muss immer genügend Futter im Napf sein, auch während der Stillzeit.

Eine Woche vor der Geburt, fängt die Häsin in der Regel an ein Nest zu bauen, das ist aber auch unterschiedlich. Kurz vor der Geburt zupft sie sich dann Wolle aus und polstert damit dann das Nest aus, damit die kleinen es auch warm haben. Je nach Rasse können 1 bis 7 junge zur Welt kommen, in seltenen Fällen sogar noch mehr. Die Jungen kommen, wie ich schon bei “über Kaninchen“ geschrieben hab, nackt, blind und taub zur Welt, sie sind auf die Mutter angewiesen und man sollte sie, wenn nicht nötig, auch nicht von der Mutter weg nehmen, gucken ist erlaubt, auch wenn man die kleinen nicht wirklich zu Gesicht bekommt, anfassen darf man nur überflüssges hantieren sollte vermieden werden.

Kaninchen wachsen so schnell und es ist so schön, die kleinen aufwachsen zu sehen. Aber das Züchten muss immer gut überlegt werden, es ist in erster Linie sehr Arbeitsreich.

Von dem Erzüchten exotischer Rassen, rate ich besonders denen ab, die sich gerade mit der Vererbungslehre nicht aus kennen, so kann es z.B zu unerwünschten Anomalien, bzw. Missbildungen kommen, die entweder nur bedingt lebensfähig sind, doch meistens am ende eher kein lebenswertes Dasein fristen, die Folge sind enorme TA-Kosten, an schlimmeres mag ich gar nicht denken.

Bei so vielen Kaninchenrassen, ist in der Regel immer eine dabei, die einem zusagt, die man halten möchte und unter den oben genannten Aspekten züchten möchte.

Geschlechtsunterschied

Böcke unterscheiden sich so auf dem ersten Blick nur ein wenig von einer Häsin.

Böcke, wenn sie Geschlechtsreif sind, haben meist einen bulligeren Kopf und einen muskulöseren Körper als eine Häsin. Aber das muss nicht immer so sein

Das Geschlecht lässt sich recht leicht bestimmen, in dem man bei einem Bock leicht auf den Unterbau drückt, schiebt man den Penis leicht aus der Vorhaut, die Geschlechtsöffnung und Analöffnung ist bei einem Bock weiter auseinander.

Bei einem Weibchen ist die Geschlechtsöffnung schlitzförmig und liegt dichter beieinander.

Das sieht dann so aus:

                         

                               Weibchenn                                           Männchen


Das Geschlecht lässt sich mit 6 bis 8 Wochen schon recht deutlich erkennen, allerdings spielt Rasse bzw. Fellstruktur auch eine recht große Rolle, denn um so mehr Fell vorhanden ist um so schwieriger wird das handling.


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